Dienstag, 1. Juni 2010

Bye, bye Taiwan!

Alles Schoene hat einmal ein Ende. Leider! Die letzten Wochen, welche ich in Taiwan verbracht hatte, waren bestimmt die Besten (neben den Osterferien). Ich habe so viel erlebt und gesehen und so viele nette Leute getroffen und kennengelernt. \
Es ist herrlich, so unabhaengig und frei zu sein. Dorthin zu gehen, wo man will und das zu machen, was was man will. Obwohl ich hier in Taiwan eine super Zeit hatte, freue ich mich auf zu Hause, auf meine Familie und auf meine Freunde.

Hier sind noch einige Bilder von meiner Reise in Taiwan.

Hualien und Tarokoschlucht


Taitung


Dawu und Shangwu


Kenting


Kaohsiung


Bueroessen



Ich werde spaeter als geplant daheim ankommen, da etwas mit meinen Fluegen nicht geklappt hat. So hat mich Cathay Pacific umgebucht. Ich lande am Mittwoch um 10 Uhr abends in Zuerich und uebernachte dann bei Sabine. Im Verlauf vom Donnerstag bin ich wieder in Taerbinu. Bis de...

Renata

Sonntag, 23. Mai 2010

Dienstag, 18. Mai 2010

Montag, 17. Mai 2010

Unterwegs in Kaoshiung

Unterwegs in Kaoshiung

Auf dem Markt

Auf dem Markt

Hsinchu und Zhongli Ade!

Kaum hat man sich ein wenig gewöhnt und fängt an, sich mit den Leuten anzufreunden und sie besser kennenzulernen, schon heisst es wieder Abschiednehmen. Am Montag (10. Mai) war in Zhongli mein letzter Arbeitstag und am Dienstag (11. Mai) in Hsinchu. Zum Abschied habe ich Kuchen besorgt. Wobei in Zhongli Regina und ich den Kuchen allein genossen haben, da die im Büro Anwesenden entweder „Milch- und Zuckerallergie“ hatten oder zerstreut im Büro herumgeirrt sind. Naja, Regina und mir hats geschmeckt!
Umso schwerer ist mir der Abschied vom Team in Hsinchu gefallen. Leider waren wir an dem Tag auch nicht vollzählig, deswegen haben wir uns vor meinen Rückflug zum Mittagessen verabredet.

Hier noch ein paar Fotos Office-Fotos

Office

Freitag, 14. Mai 2010

Zu Besuch bei Tschalaway

Vielleicht erinnert ihr euch an den Taifun Morakot, der letztes Jahr im August über Taiwan hinweggefegt ist und verherende Verwüstungen angerichtet hat. Vor allem der Süden war stark betroffen vom Taifun, darunter auch die Gegend von Meishan, wo einer unserer BMI-Priester, der Tschalaway (Karl Stähli), tätig ist. Vor drei Wochen haben Susanne, Laurence (ebenfalls BMI-Piester) und ich ihn besucht. Bald nachdem wir Kaoshiung verlassen hatten und in ländlichere Gebiete fuhren, wurden die Verwüstungen des Taifuns sichtbar. Das ganze Tal wurde vom Schutt, der das viele Regenwasser mitgebracht hat, rund 30 – 50 m aufgefüllt. Ganze Häuser, Brücken, Strassen wurden einfach weggeschwemmt. Selbst der Tschalaway, der diese Bilder seit August jeden Tag sieht, hat manchmal noch gerufen: „Ja, läck, jez lueg mal das a!“

Das Tal war früher eine der drei Ost-West-Verbindungen von Taiwan. Da es dort auch viele heisse Quellen gab, galt das Tal als Naherholungsgebiet der Stadt Kaoshiung. So konnten die Einheimischen gut von Tourismus und Ackerbau leben. Nach dem Taifun sind die heissen Quellen versickert und die Äcker wurden weggeschwemmt oder sind nicht mehr erreichbar.
Den Bunun (der Ureinwohnerstamm, welcher in den Tal lebt) wurde von der Regierung neues Land zum Umsiedeln geboten. Einige der Einheimischen taten das, aber die meisten sind geblieben.
Bis jetzt wurde nur ein Teil der alten Strasse wieder gebaut, so dass zumindest die Dörfer wieder erschlossen sind. Aber wenn ein Taifun in Zukunft wieder solche Mengen Regen bringen sollte wie Taifun Morakot, ist die Zufahrtsstrasse verschwunden und mit ihr wahrscheinlich auch einige Döerfer wie Meishan.

Nach einer kleinen Dorfführung mit Tschalaway, waren wir bei einer Familie, welche ein Restaurant besitzt, zum Abendessen eingeladen. Wie es hier in chinesischen Restaurants übich ist, werden auf dem grossen, runden Tisch viele Schüsseln mit verschiedenen Gerichten aufgetischt. Jeder bekommt eine Schale Reis und isst dazu die verschiedene Speisen.
Anschliessend haben wir es uns im Pfarrhaus bei einem Glass Wein noch gemütlich gemacht.

Besuch bei Tschalaway

Dienstag, 20. April 2010

Lanyu, Orchid Island

Nach dem Kenting- und Juifentripp ging es Schlag auf Schlag weiter. Mit Monika, eine Deutschlehrerin aus Taipei, welche ich durch Regina kennen gelernt hatte, fuhren wir fünfeinhalb Stunden mit dem Zug nach Taitung. Taitung liegt an der Ostküste von Taiwan. Von da aus startete unser Flieger Richtung Lanyu, Orchid Island. Das war vielleicht ein abenteuerlicher Flug. Unser Flugzeug (16-Plätzer) war so klein, ich konnte drinnen nicht aufrecht stehen. Es hat geschüttelt und gerüttelt. Nach 20 Minuten haarsträubenden Fluges ist die schöne Insel im Pazifik vor uns aufgetaucht.
Auf der Insel leben die Yami, ein Ureinwohnerstamm, welche bis Mitte des letzten Jahrhunderts noch keine Eingriffe in ihre ursprüngliche Lebensweise erfahren mussten. Ihre Traditionen gelten als die Besterhaltensten der Ureinwohner in Taiwan. Sie führen auf Lanyu ein beschauliches Leben, ernähren sich hauptsächlich vom Fischfang und verdienen sich ein wenig Geld mit dem Tourismus. Es gibt sechs auf der Insel verteilte kleine Dörfer, in denen jeweils eine andere Sippe wohnt.
In den Dörfern laufen die Hühner und Hähne sowie Schweine und anderes Vieh frei herum. Auf ganz Lanyu gibt es wilde Ziegen, die überall herum spazieren. Der Geschmack hat mich ein paar mal an ‚d Alpa’ im Sommer erinnert.
Ursprünglich haben die Yami ihre Häuser in grossen Mulden gebaut (siehe Foto), so dass nur mehr das Dach aus dem Boden ragte. Dies dient zum Schutz gegen Taifune, welche regelmässig im Sommer-Herbst über die Insel hinwegfegen. Die Kuomintag*** hat den Yami den Bau dieser Erdhäuser verboten. Da es in Folge von Taifunen zu grossen Schäden kam, wurde das Verbot 1980 wieder aufgehoben.

Am frühen Morgen kann man die Fischer beobachten, die mit ihren kleinen Booten vom Fischen zurückkehren und ihren Fang an Land bringen. Der Fisch wird anschliessend zugeschnitten und zum Trocknen aufgehängt. Nach getaner Arbeit hocken Sie sich zusammen zum gemütlichen Bier- und Schnapstrinken und Bettelnuss kauen.
Bettelnusskauen ist besonders bei den älteren Leuten (in ganz Taiwan, nach Berichten in ganz Asien, aber da war ich ja noch nicht) sehr beliebt. Es hat eine anregende Wirkung und soll gegen Ermüdung helfen. Dabei verfärbt sich der ganze Mund orange-rot und die Zähne verfaulen mit der Zeit. Und zu allem Übel spucken sie das Zeug auf die Strasse. Eklig!

Lanyu ist auch bekannt für seine Korallenriffe. Monika wollte unbedingt schnorcheln. Ich war mir da nicht ganz sicher. Im Meer schwimmen macht mir zwar nichts aus, aber für gewöhnlich gehe ich nur so weit raus, so dass ich noch Boden unter meinen Füssen spüre. Gut dass ich mich trotzdem überwunden habe, denn es war wunderschön. Es war etwas gewöhnungsbedürftig, den Kopf unter Wasser zu halten und trotzdem noch zu atmen. Ich hätte Stunden im Wasser herumtreiben und mir die bunten Fische und Korallen anschauen können.

*** Nach dem Sieg der Kommunistischen Partei von Mao Zeodng in China floh der unterlegene Chiang Kai-Shek mit seinen Anhängern der Kuomintang nach Taiwan. Dort gründeten Sie die vorübergehende Exilregierung von China, die „Republik China“ und errichteten ein autoritaeres Regime.

So das war Teil 2 von meinen Osterferien.


Lanyu, Orchid Island

Montag, 19. April 2010

Osterferien

Die Osterferien nutzte ich, um die Insel besser kennen zu lernen. Ein dichtgedaengtes Programm war fuer die naechsten Tage geplant.
Am Donnerstag (vor Ostern) frueh ging es los, ab in den Sueden. Ich lernte dort eine ganz andere Seite von Taiwan kennen, als ich sie vom der Region Taipei her kannte. Wir fuhren bis zum suedlichsten Zipfel von Taiwan, nach Kenting. Der kleine Surfer-Ort am Meer liess sofort ein Stimmungshoch aufkommen.
Kenting


Regina und ich trafen dort Susanne, ebenfalls wie Regina eine BMI-Fachperson, die in Taitung taetig ist. Mit von der Partie war auch Susannes Besuch aus Deutschland, Almut & Cornel mit Hanna. Am Schluss ist noch Marischa, eine polnische Studentin zu uns gestossen. Tagsueber genossen wir die Zeit am Strand und abends nach dem gemuetlichen Abendessen genehmigten wir und einen Drink am Strand oder an der coolsten Bar in ganz Taiwan.
Zudem fand in Eluanbi, einem Nachbarort von Kenting ein kleines Festival statt. Sein abwechslungsreiches Programm liessen wir uns natuerlich nicht entgehen. Von taiwanesischen Girly-Bands, deren Musik eher wie Kinderlieder klangen bis uber Funk und Contry war alles zu hoeren.

Nachdem Regina, Marischa und ich unsere letzte Nacht auf dem Camping verbracht hatten und am Montag mit dem High Speed Train wieder zurueck nach Taipei fuhren, fand am Dienstag das jaehrliche BMI-Treffen statt. Alle Fachpersonen und Priester, Nonnen etc. welche in Taiwan taetig sind, waren dazu eingeladen. Wir traffen uns in Juifen an der Nordkueste von Taiwan.
Juifen ist ein kleines Goldgraeberstaedtchen eingebettet in den Bergen mit Blick auf das Meer. Waehrend seiner Bluetzeit in den 1930er Jahren wurde es sogar “Little Shanghai” genannt.
So stand neben dem vielen Essen ein Besuch der alten Goldminen im Gold Ecological Park auf dem Programm sowie weitere Sehenswuerdigkeiten, wie Tempelbesichtigung und Juifens alte Einkaufsstrasse. Leider hat das Wetter nicht immer mitgespielt. Mir auf jeden Fall hat es auch bei schlechtem Wetter sehr gut gefallen, wie muss es erst mit Sonnenschein sein.

Abends sind wir noch gemuetlich zu einem Schlummerdrunk zusammengesessen und haben den taiwanesischen Whisky “Kavalan” genossen. Ich bin zwar kein Whiskyliebhaber und -kenner, aber der soll zu den Besten gehoeren.
http://www.krone.at/krone/S2/object_id__181982/hxcms/index.html
http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,673903,00.html

Juifen

Mittwoch, 31. März 2010

Dienstag, 30. März 2010

So ist's bei mir in Taiwan

In einer Woche sind bereits zwei Drittel von meinem Praktikum vorbei, dass heisst Halbzeit für meinen Aufenthalt in Taiwan.
Mittlerweile habe ich mich ganz gut eingelebt und es hat sich bereits ein bisschen der Alltag eingependelt.

Nach meiner ersten gemütlichen Eingewöhnungswoche begann mein Praktikum. Wie bereits erwähnt, bin ich zwei Fachpersonen von der BMI zugeteilt, Regina und Georg. Sie arbeiten in zwei verschiedenen Migrant Büros. Ein Büro ist in Zhongli (Reginas Büro), dort arbeite ich dienstags und mittwochs und das andere ist in Hsinchu (Georgs Büro), wo ich sonntags und montags arbeite.
Die Angestellten der beiden Büro kümmern sich um die Rechte Migrants, das sind Leute aus andern, ärmeren südostasiatischen Ländern (Kambodscha, Vietnam, Indonesien, Philippinen) und kommen hierher zum Arbeiten. Es handelt sich dabei oft um Opfer von Menschenhandel und solche die unter unmenschlichen Umständen hier arbeiten müssen.

Momentan erledige ich für Regina und Georg kleinere administrative Aufgaben, nichts
Anspruchsvolles. Es erinnert mich manchmal ein bisschen an meine Lehrzeit.
Mit den Migrants habe ich während der Arbeit wenig Kontakt, was ich sehr schade finde. Dazu fehlen mir die Sprachkenntnisse. So bearbeitet der vietnamesische Sozialarbeiter die vietnamesischen Fälle.

Der Sonntag startet mit der philippinischen Messe (auf Englisch) und dem anschliessenden Mittagessen. Das Essen dort ist so lala. Es gibt oft gekochtes Schweinefett und faden Reis, gottseidank haben wir eine grosse Auswahl an Früchten zum Dessert.
Am Nachmittag findet der wöchentliche Chinesischkurs statt. Ein paar Wörter Chinesisch habe ich bereits gelernt. Aber um die Sprache wirklich zu lernen, müsste man jeden Tag in den Chinesischunterricht.

Momentan wohne ich im Frauenshelter in Zhongli, dort habe ich ein kleines Zimmer mit Bad für mich allein. Das Zimmer ist nicht gerade das was man unter ‚gemütlich‘ versteht, naja ich wohne ja auch im Shelter und nicht in einem Hotel. ‚Shelter‘ heisst auf Deutsch übersetzt ‚Obdach‘. Aber für die paar Stunden, die ich in Zhongli im Zimmer lesend auf meinem ungemütlichen Holzstuhl verbringe, ist es in Ordnung.

Die Wochenenden bin ich meistens bei Regina in Taipei. So komme ich zumindest ein paar Tage aus Zhongli raus. Ihr müsst wissen, wenn mich die Leute hier fragen, wo ich wohne und ich mit „Zhongli, the most beautiful city in Taiwan“ antworte, fangen immer alle an zu lachen. Ich könnt jetzt natürlich meinen ironischen Unterton nicht hören.

Noch einen Tag arbeiten und dann haben wir eine Woche Ferien. Zuerst fahre ich mit Regina in den Sueden nach Kenting an ein Festival, anschliessend ist das BMI-Treffen mit den Priestern und dann fliege ich fuer ein paar Tage mit Monika (eine Deutschlehrerin) auf die Orchideeninsel.

So, ich melde mich bald wieder und wuensche allen frohe Ostern.

Renata

Taiwan 2

Samstag, 6. März 2010

Die ersten Eindrücke

Wie schnell doch die Zeit vergeht. Seit meiner Ankunft in Taiwan ist bereits ein Monat vergangen. Ein Monat in dem ich viel gesehen und erlebt habe.
In diesem Blog möchte ich euch von meinen Eindrücken dieser Insel berichten.

Ich kam gerade vor dem chinesischen Neujahrsfest an. Von diesem Fest habe ich abgesehen von den Feuerwerken nicht viel bemerkt, da es innerhalb der Familie gefeiert wird. Aber da alle Büros für eine Woche geschlossen sind, hatte ich erst einmal frei. So habe ich diese Zeit nutzen können, um mich ein bisschen auf dieser Insel zurecht zu finden.
Regina und Georg, das sind die beiden BMI-Fachpersonen, die für fünf Jahre in Taiwan arbeiten und deren Praktikantin ich in den nächsten drei Monaten bin, haben sich gut um mich gekümmert und mir geholfen. Naja, ehrlich gesagt, ohne die beiden wäre ich ohne Chinesischkenntnisse komplett verloren gewesen und ich war froh, dass mich Regina bereits auf dem Flughafen abgeholt hat.

Soweit es das Wetter zuliess, denn es war typisches chinesisch-Neujahr-Wetter, kalt und Regen, haben wir ein paar Ausflüge gemacht. So habe ich bereits einen ersten Eindruck von Taipei, Hsinchu und Umgebung bekommen. Die Landschaft ist hüglig, sehr grün und ich kann es gut verstehen warum die Portugiesen, nachdem sie die Taiwan entdeckt haben, die Insel mit „Ilha formosa“ – „schöne Insel“ benannt haben. Leider kapieren die Taiwanesen nichts von Stadtplanung. Wie ihr auf den Fotos sehen könnt, sind die hässlichen Betonklotze (Hochhäuser) „idyllisch“ in die Landschaft eingebettet.

In Taiwan leben wenige „Nicht-Asiaten“. Man trifft sie vor allem in der Hauptstadt Taipei in den „Ausländer-Kneipen und –Restaurants“. Es sind meistens Amis, Briten, Australier etc. die hier Englisch unterrichten, vielleicht noch ein paar Brocken Chinesisch lernen und sich eine „kleine, schlanke, süsse, herzige Taiwanesin“ angeln. Deshalb treiben sich in den „Ausländer-Kneipen“ auch sehr viele einheimische Mädels herum, um sich nach den begehrten „Nicht-Asiaten“ umsehen.
Weisse Frauen sind hier nicht gefragt, aber wenn ich irgendwo hingehe, errege ich mit meinem hellen Haar und meiner Grösse trotzdem Aufmerksamkeit. Die Leute starren mich an und kleine Kinder zeigen mit dem Finger auf mich. Einige fragen von wo ich komme oder rufen mir „welcome“ zu. Es war am Anfang etwas unangenehm. Vor allem wenn nach dem richtigen Weg suchen muss und unsicher bin, will ich nicht unbedingt auffallen. Doch mittlerweile habe ich mich etwas daran gewöhnt.

So, das wars fuers erste.

Gruss Renata
Taiwan 1